Die evangelische Kirchengemeinde Kallstadt
Kirche - Pfarrer - Konfirmationen
Konfirmationen in Kallstadt:

Verzeichnis der Konfirmanden 1836

1905 Jahrgang 1891/1892

1908 Jahrgang 1894

1910 Jahrgang 1896

1926 Jahrgang 1912

1928 Jahrgang 1914/1915

1929 Jahrgang 1916/1917

1933 Jahrgang 1919/1920

1934 Jahrgang 1920/1921

1936 Jahrgang 1922/1923

1938 Jahrgang 1924/25

1946 Jahrgang 1932

1951 Jahrgang 1937

1953 Jahrgang 1939

Goldene Konfirmation 1960 Jahrgang 1896

Goldene Konfirmation 1966 Jahrgang 1902
Die Pfarrer von Kallstadt:
Die Pfarrherren an der katholischen Kirche zu PFEFFINGEN
Hartvic (Hartwich) um das Jahr 800 erwähnt
Graf Konrad von Homburg (Inhaber der Pfründe) 1360
Hermann (?) 1396
Gryn Johann 1418-1435
Fabri Jacob 1502
Die katholischen Pfarrer an der St.Albanskapelle zu KALLSTADT
Nikolaus Kase 1465 erw
Köss Jost 1502
Bechtlof Schwartz früherer Kaplan zur hl.Kreuz Kapelle als Pfarrer erw.
Stretan vor 1547
Redel (auch Rödel) Hans vor 1547
Die lutherischen Pfarrer von KALLSTADT
1.) HANS RÖDEL (auch Redel oder Rodel)
war Pfarrer, an der Albanskirche bereits vor. 1547. Als die Leininger Grafen 1562 (Kaul) die Reformation nach der Lehre Luthers in ihrem Land einführten, wurde Rödel erster evangelischer Pfarrer in Kallstadt. ,Äußerlich hat sich zunächst nicht viel verändert. Die Reformation war geistig vorbereitet; 1521 stand Luther in Worms vor dem Reichstag und 1529 fand in Speyer beim Reichstag die Protestation von 5 Fürsten und 14 Städten für die Reformation statt. Die lutherische Reformation ging in milder Form vonstatten. Zu einem Bildersturm kam es nicht. In Kallstadt entfernte man erst später den Taufstein und übertünchte die Bilder, so daß deren Reste im Chorturm bis heute erhalten geblieben sind.
2.) CHRISTOPH KÜRSCHNER (Pellificus)
war von 1569 bis 1582 lutherischer Pfarrer in Kallstadt.
Von 1560 bis 1565 war er lutherischer Pfarrer in Wattenheim, danach Schulmeister und Diakon in Kirchheim an der Eck. 1587 geht Kürschner nach Ebertsheim-Quirnheim.
3.) GEORG SEETZ (auch Setz oder Setzer)
wird 1583, 1586 und 1600 als "alter Pfarrer" genannt. Er kam aus Dessau, am 2.10.1560 immatrikulierte er sich an der Universität Wittenberg. 1600 machte er sein Testament. Zu diesem Zeitpunkt war sein Nachfolger schon in Kallstadt.
4.) SIMON M. SCHÄFER (Opilio)
stammte aus Billigheim (Bilikeimensis). Ab 7.1.1579 ist er Student in Heidelberg, am 14.6.1580 erhält er den akademischen Grad eines Bakkalaureus, noch am 17.3.1583 studiert er in Heidelberg Theologie. 1597 macht er mit seiner Ehefrau Ottilie ein Testament, 1613 ist er der "alte Pfarrer". Der 1626 genannte Lehrer Hans Schäfer war vermutlich sein Sohn.
5.) MATTHÄUS MÜNCH (Monachus), 1607 -1611
von Rauschenberg, geboren um 1563, Sohn des Bürgers Heinrich Münch, hatte 1579 bis 1588 ein Stipendium
in Marburg, ist von 1589 bis 1600 lutherischer Pfarrer in Rosenthal, von 1600 bis 1605 in Wetter/Hessen. Von 1607 bis 1611 ist er Pfarrer in Kallstadt, danach bis zu seinem Tode am 4.2.1617 Pfarrer in Frankfurt/Main.
6.) JOHANNES BENDER, 1612 -1615,
wurde als Pfarrerssohn in Marköbel geboren. Er studierte ab dem 17.4.1594 in Wittenberg Theologie, war von 1599 bis 1601 zweiter lutherischer Pfarrer in Birkenfeld, von 1602 bis 1612 Pfarrer in Kindenheim, danach in Kallstadt.
7.) JOHANNES RÜBENKÖNIG (Rapaeregius) , 1615 -1617,
stammte aus Homberg (Hessen) und studierte 1593 Theologie in Marburg.
8.) JOHANN CLEMENS DRECHSLER, nach 1617,
war Sohn des Hofpredigers Laurentius Drechsler. 1579 begegnet er als Stipendiat in Hornbach. Er starb an den Folgen der strapaziösen Flucht vor den spanischen Truppen 1626, im Alter von 68 Jahren, in FrankenthaI.
9.) HEINRICH THOLDE (Tholdius) , 1624 -1637,
wurde 1632 von den Spaniern abgesetzt, ist von 1632 bis 1637 Pfarrer in Planig, nach 1637 wieder in Kallstadt. Tholde wurde um 1558 in Gudensberg (Hessen) als Sohn des Bürgers Balthasar Tholde geboren. 1572 ist' er im Pädagogium Marburg, am 3.11.1579 an der Universität Tübingen eingeschrieben. Von 1584 bis 1589 begegnet er als Pädagoglehrer in Marburg, 1589 bis 1696 Diakonus in Gladenbach. Er wird dort wegen der Ablehnung von Verbesserungen abgesetzt. 1624 bis 1632 und später nach 1637 ist er Pfarrer in Kallstadt. 1626 schließt er in Kallstadt seine zweite Ehe.
10.) JOHANNES BREMM, 1633
wird nur für dieses Jahr in Kallstadt benannt. Vermutlich ist er der Sohn des Jesajas Bremm, 1576-1580 lutherischer Pfarrer in Herxheim am Berg und Leistadt. Danach war lange Zeit kein Pfarrer mehr in Kallstadt. Der Gerichtsschreiber Lorenz Sandhöfer versah vorübergehend .
die Kirche und Schule. Er hat auch die Kasualien vorgenommen. Es wird auch noch für die Zeit von 1632-1637 ein Pfarrer JOHANNES DRECHSLER genannt, Über den leider nichts bekannt ist, als daß seine Witwe Anna Moll in Kallstadt am 21.6.1661 gestorben ist.
11.) WILHELM PAULUS, 1652-1656
An ihm spiegeln sich die Wirren und Notzeiten nach dem Dreißigjährigen Krieg. Paulus war Vizepfarrer und Schulmeister. Er wurde 1656 abgesetzt und starb 1666 an der Pest. Der Absetzungsgrund lautet: remotus ob vitam scandalosam (abgesetzt wegen skandalösem Lebenswandel.
12.) JOHANN GEORG EBEL, 23.03.1656 -1666
war der Sohn des Dürkheimer Pfarrers Heinrich Ebel, der in Gießen geboren wurde und von 1519 bis 1540 Hofprediger auf der Hartenburg und von da an bis zu seinem Tode am 24.4.1657 Superintendent in Dürkheim war. Johann Georg Ebel kam am 25.3.1656 nach Kallstadt und blieb hier bis zu seinem Tode am 13.1.1666. Er hatte seit dem 3.6.1654 in Straßburg studiert. Seine Frau hieß Anna Katharina; am 28.7.1665 war die Taufe einer Tochter Anna Catharina, und nach seinem Tode am 25.3.1667 noch die Taufe eines Sohnes Johann Georg. Ebels ältere Tochter Sybilla heiratete am 23.4.1967 seinen Nachfolger Elias Saure In J.G.Ebels Wirkungszeit fällt der Wiederaufbau nach dem Dreißigjährigen Krieg, an dem in Kallstadt vor allem der Schultheiß Johann Lorenz Schüller Anteil hatte. Ebel starb an der Pest, die 1666 insgesamt 91 Einwohner dahinraffte. Pfarrer Heinrich Hammer beerdigte ihn und vertraute dem Kirchenbuch an: "Ein frommer und ehrlicher Mann, welchen seine Zuhörer hertzlich geliebet, undt ihrer Viel denselben mit heißen thränen betrauert haben". Hammer, Pfarrer in Weisenheim am Berg, versah den Dienst in Kallstadt, bis Pfarrer Elias Saur kam.
13.) ELIAS SAUR, 1667 -1694
war der Sohn des DUrkheimer Superintendenten Nikolaus Saure Elias Saur wurde 1642 in Dürkheim geboren und wurde nach seinem Tode am 1.2.1694 vom Dürkheimer Superintendenten Metzger beerdigt. Während seiner Amtszeit ziehen immer wieder französische Soldaten durch Kall
stadt. Sie sind 1673 im Land, aber 1676 registriert man mit Freude die Befreiung von Philippsburg. 1679 durch ziehen lothringische Truppen Kallstadt. Am 31. Mai 1689 gehen viele pfälzische Städte im Orleanischen Krieg in Flammen auf, darunter Oppenheim, Speyer und Worms. Aus den zerstörten Orten Schriesheim und FrankenthaI fliehen einige Familien nach Kallstadt; Pfarrer Saur tauft Kinder aus diesen Familien, die wegen der "schweren Kriegspressuren" nach Kallstadt gekommen sind. Das Taufregister vermerkt die Bestätigung einer "Gähetaufe" am 5.12.1689. Die Tochter des Gerichtsschöffen Hans Lorenz Hartmann wird im "WintersthaI" , wohin man wegen der großen Unsicherheiten geflohen war, nicht durch den Pfarrer getauft. 1690 werden wieder Schriesheimer Kinder in Kallstadt getauft. Am 12. Juni 1690 findet eine Taufe auf der Hardenburg statt, wohin die Bevölkerung geflohen ist. Noch im August 1690 ist Saur auf der Hardenburg. Es ist die Zeit der konfessionellen Konfrontation. Pfarrer Saur notiert Übertritte zur ev.-Iuth. Religion von den "päpstlichen Greueln" oder der calvinistischen Religion.
Am 30.11.1676 stirbt Pfarrer Saur's Ehefrau Sybilla. Der Dürkheimer Hofprediger Kaspar Müller hält die Leichen predigt. Elias Saur heiratet seine zweite Frau Anna Sophia am 15.5.1677, eine Tochter des verstorbenen Dürkheimer Gerichtsherrn Georg Friedrich Dieffenbach. Drei Monate später traute Elias Saur seine verwitwete Schwiegermutter Anna Margaretha mit dem Kallstadter "Hochgräfflichen Oberschultheißen" Lorentz Sandhöfer. Das Kallstadter Kirchenbuch nennt vier Kinder aus erster und drei Kinder aus zweiter Ehe.
14.) PHILIPP JAKOB KALL, 1695 -1734
Philipp Jakob KalI (oder Kallius) war Sohn des Pfarrers Friedrich Christoph KalI (1623 in Lich geboren, 1695 in Etteringshausen/Wetterau gestorben). Er wurde um 1673 in Etteringshausen geboren und bezog am 9.11.1695 die Pfarrei Kallstadt. Am 22.1.1697 heiratete er Anna Maria
Kraushaar, Tochter des lutherischen Pfarrers Johann Daniel Kraushaar in Fußgönheim und Assenheim. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. Der zweite Sohn, Georg Jakob KalI, geboren am 12.5.1699, war vom 28.5.1722 bis zum 7.6.1745 lutherischer Pfarrer in Herxheim am Berg.
Die Paten der Kinder belegen die Verbundenheit der KalIs mit den Geistlichen der Umgebung wie auch seiner Verwandtschaft. Am 25.7.1700 hält er zum letzten Male eine Taufe in der Ungsteiner Kirche. Die dortige lutherische Gemeinde wird aus der Kallstadter Pfarrei ausgegliedert. In KalIs Amtszeit fällt auch die Verteidigung der Rechte der evangelischen Kirche, die durch den katholischen Kurfürsten der Pfalz, Johann Wilhelm, im Jahre 1700 gegen die Grafschaft Leiningen in Frage gestellt worden waren. Der Frieden von Ryswijk hatte bestimmt, daß in den von den Franzosen eroberten Gebieten, die wieder in den Verband des Deutschen Reiches zurückkehrten, die katholische Religion beizuhalten sei, wenn sie dort in der Besatzungszeit ausgeübt worden war. Für Kallstadt war dies nicht der Fall, wie Pfarrer KalI nachweist. Im Jahre 1703 kommen die Franzosen trotz des Friedens wieder in die Pfalz. Am 16.9.1703 tauft Pfarrer Meles aus Ungstein, weil Pfarrer Kall wegen einer nicht bezahlten Kontribution in Saarlouis gefangengehalten wird. "Freytags den 13. Octobris (ist) ..., als ich noch zu Sarrelouis in prison pour war wegen nicht entrichteter französischer Contribution" seine Tochter Maria Philippina durch Pfarrer Filgus aus Battenberg getauft worden. Bemerkenswert ist das nachbarschaftliche Verhältnis zu den Reformierten. Am 25.1.1711 ist Pfarrer Kall zusammen mit seiner Frau Pate des Johann Jacob Petrus Wißenbach. Der Vater, Actuar in Kallstadt und in den umliegenden Orten, läßt sein Kind beim reformierten Pfarrer Hirschtius in Erpolzheim taufen. Hirschtius wird ebenfalls mit seiner Frau Catharina als Pate eingetragen.
Im Todesjahr Kalls kommen noch einmal Franzosen nach Kallstadt. Nachdem sie am 16.8.1734 Herxheim in Brand gesetzt und die Nachbarorte geplündert hatten, fielen sie marodierend in Kallstadt ein, wurden aber von den hiesigen Bewohnern tapfer abgewiesen. Die Franzosen hatten den Ort schon durch die Herxheimer Pforte verlassen, als sie sich noch einmal umdrehten und fünf Salven abfeuerten. Zwei Männer wurden verletzt. Einer davon, Georg Valentin Sauer, erlag seinen Verletzungen am 17.8.1734, nachdem er noch das heilige Abendmahl empfangen hatte. Die französischen Truppenbewegungen standen im Zusammenhang mit dem Polnischen Erbfolgekrieg, der unter anderem am Oberrhein ausgetragen wurde.
15.) LEONHARD DANIEL FRANCKE, 1734 -1747
Nach dem Tode von Pfarrer Kall, der seinen Dienst in Kallstadt fast 40 Jahre lang ausgeübt hatte, übernahmen im März 1734 der Ungsteiner Pfarrer Meles und der Dürkheimer Konrektor Johann Georg Rücker die vorübergehende Vertretung. Leonhard Daniel Francke übernahm am 14.7.1734 die lutherische Pfarrei Kallstadt. Sein Vater Johannes Francke war Oberpfarrer in Reichenstein/Schlesien gewesen, einer kaiserlichen Stadt im Fürstentum Brieg.
Leonhard Daniel Francke hatte fünf Jahre lang in Jena und Halle studiert. Nach einer Dienstzeit als "Hofmeister" bei den Kindern eines Barons in Schlesien kam er 1734 nach Kallstadt. Er brachte es hier sehr bald zum Konsistorialrat und Senior Circuli (Kallstadter Kirchenbuch S. 437). Am 10.4.1736 verheiratete er sich mit Johanna Elisabetha Creutzer, Tochter des angesehenen Hofkammerrates Creutzer. Die verschiedenen Paten der Kinder bezeugen das gesellschaftliche Ansehen des Kallstadter Pfarrers; es sind neben Verwandten und Kollegen hohe Beamte und Mitglieder des regierenden leiningischen Grafenhauses. Das Kallstadter Kirchenbuch nennt drei Söhne und drei Töchter. Das jüngste Kind, Friedrich Leopold, wurde am 25.7.1747 nach dem Tode seines Vaters infolge einer "schmertzvollen Brustkrankheit" geboren. Friedrich Magnus, der regierende Graf, übernimmt mit seinem Sohn Friedrich Carl und der Reichsgräfin Leopoldina die Patenschaft. Pfarrer Francke ist vermutlich der Stifter des heute noch verwendeten Abendmahlgerätes. Von den ehemals vier Zinnkannen sind noch zwei erhalten, dazu ein goldener Kelch, zu dem Pfarrer Antz 1849 einen zweiten nachbilden ließ.
LEOPOLD CUNY 1756
16.) JOHANN JACOB SOLDAN 1748 - 1756
„Arbeitete mit vielem Segen im hiesigen Weinberge Jesu Christi." So notiert sein Nachfolger, Pfarrer Leopold, im Kallstadter Kirchenbuch 1765. Nach Pfarrer Leopold ist Pfarrer Soldan 1716 "zu Nöll im darmstädtischen" geboren, sein Vater war "N. Soldan Inspector zu NölI." Bevor Soldan nach Kallstadt kam, sei er "Informator zu Berleburg" gewesen. In seinem Pfarrbuch gibt Prof. Biundo an: "aus Vöhl, Sohn des Inspektors Moritz Daniel Soldan, am 7.10.1733 in Gießen eingeschrieben, Informator bei Bergdirektor Lindner in Itter, Grafschaft Katzenellenbogen." Pfarrer Leopold vermerkt, Pfarrer Soldan sei am 16.2.1756 im Alter von 40 Jahren und 8 Monaten gestorben.
Von seinen vier Kindern sind drei in Kallstadt geboren. Auch hier erscheinen Mitglieder des regierenden Grafenhauses als Paten.

17.) GEORG MATHIAS LEOPOLD,28.03.1756 -1792
In der Amtszeit von Pfarrer Leopold erhielt Kallstadt seine heutige Kirche mit ihrer wertvollen Geib-Orgel. Leopold kam 1756 als Pfarrer nach Kallstadt; im gleichen Jahr war sein musikalischer Lehrer, der DUrkheimer Hoforganist und Komponist Johann Zacharias Franck (geb. 1686) gestorben. Ein in der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer befindlicher handschriftlicher Notenband trägt folgenden Vermerk:
"Vorgeschriebene Clavierübungen des Georg Matthias Leopold aus Dückheim an der Haardt". Über seinen Schüler Leopold wird Franck indirekt Einfluss ausgeübt haben, daß Kallstadt ein Orgelwerk von solcher Bedeutung erhalten hat.
Pfarrer Leopold vertraut 1765 dem Kallstadter Kirchen buch folgende Daten über sich an (S. 438f):
„De Anno 1756 = dato 1765 Versieht unter Gottes Gnade und Beystand das hiesige Lehr-Amt der unwürdige Diener dieser Gemeinde, Georg Mathias Leopold. Der Herr zog mich aus Mutterleibe, und setzte mich in diese jammersvolle Welt; anno 1726 d. 5ten April zu Dürckheim. Mein noch lebender Vater ist, H(err) Johann Georg Leopold, Bürger, Kirchenmeister und Gerichtsmann zu gedachtem DUrckh. an der Haardt. Meine Mutter aber war weyl(and) Anna Barbara, eine geborene Sennin von Aryb (?) in dem Schweitzer Canton ZUrich, reformierter Religion, die ich in meinem dritten Jahr verlohr. Nachdem ich meine studia scholastica in dem Gymnasio zu Dürckh. unter Anführung des weyl. geschickten Rectors H. Johann Adam Stracks, und des weyl. hochgelehrten Conrectors H. Johann Georg Rückers, absolviret hatte; ging ich anno 1744 in dem 18ten Jahr meines Alters auf die Sächsische Universität Jena, woselbst bis 1747 um die Oster Zeit geblieben, und vor meiner Abreyse sub praesidio II. Doctoris theol(ogiae) Georg Walchii eine Disputation: De Sacra Coena a Laicis administranda, hielt. Gegen das 1748 Jahr reyste nach Tübingen, um den damaligen großen CantzIer D. Pfaff Uber das Jus Canonicum zuhören. Weil aber meinen Zweck nicht erreichte, so begab ich mich gegen Ende erwehnten Jahres nach Hauß. Kaum war ich aber zu Dürckh. angekommen, wurde mir das Vicariat zu Wachenheim an der Haardt übertragen, welches in die 9 Monath versah. Anno 1750 wurde auf recommodation (Empfehlung) des S. Tit. H. Carl Liernurs, damalig Hofpredigers nunmehrig Superintendens zu Dürckh. als vicarius nach Wormbs berufen. -Anno 1751 aber als allererster Frühprediger und Pfarrer nach DUrckh. meiner Vaterstadt, woselbst 5 Jahr und 5 Monat gestanden. Endlich ruft der gütige Gott, dessen Rath wunderbarl(ich) ist, mich anno 1756 im Mertz (24.3.1756 -Kirchenbuch S. 581), unter Hochlöbl. Regierung des Weyl. Hochgebohrenen Grafen und Herrn, H. Fridrich Magnus, als Pfarrer hierher; von welcher Zeit ich bißher mein Amt Gott zu Ehren und meiner Gemeinde zum Heyl und Segen nach Kräfthen u. Vermögen geführt habe.
Jesus der Ertzhirte u. Bischof der Seelen erhalte seine Kraft weiter nach seinem Heil. Wohlgefallen und erhalte ihm ferner Gnade und Segen zur glücks(eligen) Führung seines Amts um seiner Liebe willen. Amen. Callstadt den 28ten November 1765 Leopold.“
Nachzutragen ist, daß sein Vater eine zweite Ehe mit Anna Elisabeth Hofmann aus Dürkheim eingegangen ist.
Georg Mathias Leopold selbst heiratete am 8.9.1756 Maria Louisa Haas, Tochter des Dürkheimer Küfermeisters Georg Friedrich Haas und Anna Maria gebe Schmidt. Neun Kinder gingen aus dieser Ehe hervor. Sein zweiter Sohn Georg Philipp Friedrich, geboren in Kallstadt am 25.8.1759, wird 1788-1793 lutherischer Pfarrer in Kallstadt, 1793/94 Friedensrichter in Ungstein, danach suspendiert, wandert aus, wird nach der Rückkehr 1820-1825 Pfarrer in Erpolzheim, und stirbt 1830 in Ungstein.
Leopold stirbt am 12.6.1792 an den Folgen eines Beinbruchs im Alter von 66 Jahren. Leopold hat im Kallstadter Kirchenbuch nicht nur ausführliche Berichte von der Erbauung der Kirche und der Orgel niedergeschrieben. Er vermerkt auch einige besondere Erntejahre und Wetterverhältnisse. Seine Aufzeichnungen gewähren einen Einblick in die ineinander verwobenen kirchlichen und staatlichen Verhältnisse seiner Zeit: Pfingsten 1760 erwirbt er eine silberne Hostienlade für den Altar aus der Almosenkasse, 1761 Kniebänke zum Gebrauch beim Abendmahl und bei Hochzeiten usw., 1766 ein Altartuch, das anzuschaffen eine Schuldigkeit der Gemeinde gewesen sei, die sich aber "damals in armseligen Umbständen befunden" habe. Abendmahls- und Taufgerät befinden sich im Schulhaus, ein "Allmosen-Schüßlein" für Beerdigungen im Pfarrhaus.
Am 8.12.1763 stirbt Superintendent Johann Carl Liernur im Alter von fast 85 Jahren. Pfarrer Leopold hält seine Leichenpredigt. Nach dem Tode dessen Sohnes und Nachfolgers Carl Liernur am 19.2.1776 folgt D. Carl Friedrich Bahrdt, der in Heidesheim ein Philanthropin errichtete. Leopold hält fest, daß Bahrdt aufgrund seiner "gottlosen Grundsätze" entlassen wurde und geflohen ist. Dieser absolute Rationalist, genannt "Dr. Bahrdt mit der eisernen Stirn", hat in der Vorderpfalz viel Wirbel ausgelöst, aber, wie wir für Kallstadt sehen, hier zunächst keinen nachhaltigen Eindruck unter dem Kirchenvolk verbreiten können. Leopold führt im Kirchenbuch weiter auf:
Am 13.9.1779 begleitet Kirchengeläut die Erhebung des Grafen Carl Friedrich Wilhelm in den Reichsfürstenstand. Am 28.6.1785 wird Maria Magdalena Unverzagt in Gegenwart des Kirchenvorstandes zum "Ammen-Geschäft" verpflichtet.
Am 25.10.1785 führt Superintendent Klevesahl den zuvor in Mettenheim als Schullehrer gestandenen Joh. Leonhardt Möser als Nachfolger von Schulmeister Peter Reitz in sein Amt ein. Dies geschieht in der Kirche. -Am 21.2.1785 erwirbt die Kirche ein neues Taufgerät. -Am 4.7.1787 heiratet der Erbprinz. Ihm zu Ehren schmücken die Kallstadter am 8.8.1787 bei einem Besuch das Dorf mit zwei Ehrenpforten. In Begleitung der Kavallerie aus den Orten Dürkheim, Ungstein, Erpolzheim und Kallstadt zieht das Paar unter Glockengeläut im Dorf ein. Zuvor hatte im Schlosshof von Dürkheim der Kallstadter Pfarrer wie die übrigen Landgeistlichen eine Anrede gehalten. Seine Tochter Marie Louise überreichte einen Blumenstrauß, der Schultheiß Schuster übergab roten und weißen alten Wein und etwas Gebackenes. Nachdem der Umzug in Kallstadt angekommen war, erklang im Rathaus "Musik mit Pauken und Trompeten". Es folgten festliche Tage in Dürkheim mit Illumination im Schlossgarten; "baals" wurden gegeben.

18. ) GEORG KARL FRANCK, 16.07.1792 - 1823
Der Nachfolger des Pfarrers Leopold setzte in Person die musikalische Tradition als Enkel des Komponisten Johann Zacharias Franck in Kallstadt fort. Patensohn seines Vorgängers.
Franck wurde am 3. März 1763 in Dürkheim geboren. Sein Vater Franz Georg Franck war wie sein Großvater Kirchenschaffner. Seine Mutter Christine Dorothea Bürck stammte aus Stuttgart. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Dürkheim studierte Franck vom Herbst 1779 bis 1782 in Tübingen. Vom 23.6.1782 bis 1792 war er luth. Konrektor am Gymnasium in Dürkheim und vom 16.7.1792 bis 7.6.1823 Pfarrer in Kallstadt. Bis zu seinem Tode am 27.6.1853 war er Pfarrer in Bischheim. Er war verheiratet mit Johanna Jakobine Misselbach, Tochter des Tiefenthaler Pfarrers Johann Christoph Misselbach. Über die Durchführung der Union im Jahre 1818 zitiert sein Nachfolger Pixis einen Bericht Francks:
"Am Tage vor dem Feste, den 24ten Dezember des Morgens, wurde von mir, dem zeitlichen Pfarrer, die Vorbereitung zum Vereinigungsfeste, und insbesondere zu der, an selbigem statthabend, ersten gemeinschaftlichen Abendmahlsfeyer, gehalten, und durch meinen Vortrag über 1. Cor(inter) 10, 15-17: 'als mit den Klugen rede ich; richtet ihr, was ich sage an', die Gemüther zur willigen und herzlichen Theilnahme an unserer Festfreude und gemeinschaftlichen Communion erweckt." Die Predigt am Weihnachtsfest ("Ehre sei Gott in der Höhe, Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen") brachte die Freude über die "Wiedervereinigung" der Reformierten und Lutheraner zum Ausdruck, die von der Gemeinde beeindruckt aufgenommen wurde.

19.) KARL FRIEDRICH LUDWIG PIXIS, 26.03.1823 –27.05.1848
Pixis entstammt einer pfälzischen Beamten- und Pfarrersfamilie, zu der auch der Komponist Friedrich Wilhelm Pixis, geboren 1755 in Grünstadt, gehörte.
Karl Friedrich Ludwigs Vater war der Pfarrer Friedrich Ludwig Pixis (1760-1833), seine Mutter Wilhelmine Amalie Christine Lindenmeyer aus Grünstadt. Geboren in Grünstadt am 28.5.1786, kam der spätere Kallstadter Pfarrer nach dem Besuch des Heidelberger Gymnasiums und nach dem Studium in Marburg 1806 nach Ransweiler und an andere Orte ins Vikariat, war seit 1808 Pfarrer in Hochspeyer, 1812-1823 Pfarrer in Bosenbach und seit dem 26.3.1823 in Kallstadt. Pixis war in erster Ehe mit N. Müller, Tochter eines leiningischen Leibjägers in Hochspeyer, verheiratet.
Aus dieser Ehe hatte er einen Sohn und eine Tochter. Seit dem Herbst 1823 war er mit Joh. Juliane Fuchs verheiratet, Tochter des Georg Christoph Fuchs aus Horchheim bei Worms. Von 1841/42 war ihm die Verwesung des Dekanats Neustadt übertragen, die er längere Zeit innehatte. Gemütskrank geworden, fand er am 27. Mai 1848 im Rhein den Tod.
Seine Leiche wurde acht Tage später bei Worms gefunden und auf dem dortigen Friedhof beigesetzt. Pixis ist der Verfasser der ersten Kallstadter Pfarrbeschreibung von 1833. Sein Nachfolger Antz bestätigt seine wissenschaftliche Bildung und sein Leben als geachteter und geliebter Geistlicher seiner Gemeinde. Die Vertretung nach seinem Tode wurde zunächst dem Herxheimer Pfarrer Butenschoen übertragen, ab 18.12.1848 Pfarrer German in Erpolzheim.
In die Kallstadter Amtszeit von Pfarrer Pixis fällt die Innenrenovierung der Kirche im Jahre 1827 (der Kirchturm hatte schon 1823 ein neues Dach erhalten). 1839 wurde ein örtlicher Bibelverein gegründet, dem sofort 120 Mitglieder angehörten. Der Zweck war die Anschaffung von Bibeln für jede Familie. 1842 fand eine große Orgelrenovierung durch Orgelbauer Geib aus FrankenthaI, dem Sohn des Erbauers, statt.

20.) FRIEDRICH ANTZ, 1849 –29.02.1876
Pfarrer Antz entstammt einer alten kurpfälzischen Pfarrersfamilie, deren Vorfahren sich bis vor 1500 in Pfeddersheim nachweisen lassen. Friedrich Antz, geboren am 6.4.1803 in Erlenbach bei Kandel, war Sohn des Pfarrers Philipp Ludwig Antz in Rohrbach bei Landau, ein eifriger Förderer der Union. Er nahm 1818 an den Verhandlungen der Synode in Kaiserslautern teil. Die Mutter war Wilhelmine Karoline Luise Weitzel. Friedrich Antz absolvierte nach seinem Studium 1823-1826 in Heidelberg und Erlangen das Vikariat von 1827 bis 1832 in Rohrbach, Bergzabern und Albersweiler, 1832-1837 war er Pfarrer in Ingenheim. 1837 bis 1849 war er der Nachfolger seines Vaters in Rohrbach.
Im Jahre 1835 verheiratete er sich mit Friederica Born, Tochter eines Gutsbesitzers und Huissiers in Edenkoben. Er hatte seine spätere Frau am Sonntagmorgen beim Gottesdienstbesuch in Edenkoben kennengelernt, und seine Hoffnung, die damals 17-jährige Friederike am 27. Mai 1832 beim Hambacher Fest wiederzusehen, trog nicht. Am 28.4.1835 verlobten die beiden sich. Friederikes Eltern waren Johann Born und Wilhelmine Karoline Friederike geb. Stiehler.
Friedrich Antz neigte nach seinem Studium in Erlangen, im Gegensatz zu seinem Vater, mehr der lutherischen Überlieferung zu. Diffamierungen in seiner Tochtergemeinde Steinweiler, die den bibeltreuen Pfarrer als "Mucker" beschimpften, der vom "gesunden Menschenverstand" und der "Vernunftreligion" abweiche, fanden vor dem Konsistorium in Speyer keine Beachtung. Schließlich genoss Antz als Distriktsschulinspektor Anerkennung.
Dennoch ließ er sich am 13.1.1849 nach Kallstadt versetzen. Die umfangreiche Pfarrpfründe bedeutete für seine Familie mit zuletzt acht Kindern einen großen Vorteil. Aber schon am 13.9.1853 starb seine Frau, erst 38 Jahre alt. In den wenigen Jahren ihres Daseins in Kallstadt verbrachte sie viele Nachmittage mit Kallstadter Frauen erzählend und strickend im Pfarrhaus. Bald übernahm die älteste Tochter Wilhelmina mit 14 Jahren den Haushalt, unterstützt von einer Magd.
Die Verwandtschaft fand sich gerne und oft im Kallstadter Pfarrhause ein. Der vom Pfarrer selbst gekelterte Wein war willkommen. Bei der Kirchweih schaute der Pfarrer gerne seinen Gästen und dem Dorfgeschehen rauchend bei einer Flasche Wein zu. Älter geworden, verpachtete Antz die Pfarrwingerte. Infolge eines Halsleidens hatte Pfarrer Antz ab 1863 Vikare, die bei ihm zu Tisch saßen, ab 1866 Julius Hans, der sich im November 1867 mit der jüngsten Tochter Luise verlobte. Im Juli 1871 heiratete das Paar und siedelte 1872 nach Augsburg über Pfarrer Antz war in seiner Pfarrei beliebt; wie sein Schwiegersohn 1921 feststellte, stand er noch in guter Erinnerung. Antz liebte die Musik und spielte selbst die Flöte. In seinem Studierzimmer, in dem er sich in der Regel aufhielt und einschloss, las er viele Schriften dogmatisch-theologischer Art. Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft waren ihm zu eigen. Seiner Tochter Wilhelmine gab er öfters Bescheid: Eben habe ich alles Geld verschenkt, das ich gerade hatte. Leihe dir, was du brauchst, bei der Frau Lehrer !“
Friedrich Antz starb am 29.2.1876 in Kallstadt im Alter von fast 73 Jahren. Am 1. März 1876 wurde er von seinem späteren Nachfolger, Pfarrer Bosch aus Weisenhelm am Sand, beerdigt. Antz war der erste, der auf dem neuen Friedhof am Ortsausgang nach Herxheim beerdigt wurde. Sein Grab, in das auch seine Ehefrau und die hier verstorbenen Kinder umgebettet wurden, wurde auf Betreiben seines Schwiegersohnes Julius Hans 1926 bis 1950 durch das Presbyterium erhalten. Es war von einem eisernen Gitter umschlossen und mit zwei größeren steinernen Kreuzen für die Eheleute und einem kleinen Kreuz in der Mitte für den 1851 gestorbenen Sohn Karl Josef versehen.
Vikar E. Hoffmann, Pfarrer Rothhaas aus Freinsheim und Pfarrer Maurer aus Ungstein versahen nach dem Tode von Pfarrer Antz den Pfarrdienst in Kallstadt.
Pfarrer Antz hatte 1849 den heute noch gebräuchlichen zweiten Abendmahlskelch anschaffen lassen, eine gelungene Nachbildung des barocken Kelches von 1734. 1851 wurde neues Taufgerät gekauft. Seit 1850 fanden mehrere Gottesdienste für die äußere Mission statt, 1857 und 1863 fanden Missionsfeste statt. Am 24.3.1857 wurde ein Ortsverein der Gustav-Adolf-Stiftung gebildet. Das erste Gustav-Adolf-Fest fand in Kallstadt im Jahre 1864 statt.
Während des Krieges 1870/1871 zeigte die Gemeinde große Hilfsbereitschaft. Nach dem Frieden von Frankfurt pflanzte man eine Linde vor der Kirche. Das Andenken an Pfarrer Antz wurde auch durch seine Stiftung von 600,-- Mark aus seinem Nachlass zum Besten der hiesigen Dorfarmen wachgehalten. Die Stiftung ging in der Inflation von 1923 weitgehend verloren; es blieben nur 75,-- RM.

21.) FRIEDRICH WILHELM BOSCH, 29.07.1876 –29.12.1888
Am 19. Juli 1876 wurde Pfarrer Bosch zum Pfarrer in Kallstadt ernannt. Er kam am 20.2.1812 in Ilbesheim bei Landau zur Welt. Er entstammte einer kinderreichen Familie; sein Vater Johann Adam Bosch hatte aus erster Ehe vier und aus zweiter Ehe dreizehn Kinder, darunter der spätere Kallstadter Pfarrer. Der Vater war "Ackersmann und Krämer“. Die Mutter hieß Susanna Conrad, in Mörzheim gebürtig.
Wie sein Vorgänger Friedrich Antz besuchte Bosch das Progymnasium in Landau. Von 1830-1834 besuchte er das Gymnasium in Zweibrücken. Danach studierte er in Erlangen und Utrecht. Nach dem Vikariat in Hornbach und Odernheim war er 1845-1850 Pfarrer in Niederhausen an der Appel. In dem stillen und abgelegenen Niederhausen erlebte er 1849 die "Freischarenzeit“, ohne daß er auch das mindeste zu leiden hatte, obwohl dort meist hessische Freischaren einquartiert waren. Am 13.12.1847 heiratete er in Annweiler Katharina Henriette Pasquay, Tochter des Holzhändlers Carl Friedrich Pasquay und seiner Frau Christine.
Vom 14.2.1850 bis.1866 war Bosch Pfarrer in Gönnheim. Er bezeichnet das Dorf als "still und ruhig" bemerkenswert, denn er war hier der Nachfolger seines Studiengenossen Johann Eckhard, der als aktiver Teilnehmer am Aufstand von 1849 nach Amerika fliehen mußte. Vom Februar 1867 bis September 1876 hatte er die Pfarrei Weisenheim am Sand inne, die er zu den kirchlichsten Gemeinden zählt, die ihm durch ihr früheres Parteiwesen (rote und schwarze Partei, 1849) als schwierig galt. Seinen Kallstadter Vorgänger Antz bezeichnet er als guten und lieben Freund. Auf Wunsch der Gemeinde Kallstadt wurde er hier sein Nachfolger. Bosch starb am 28.12.1888 und hinterließ seine Frau und zwei Kinder. In die Amtszeit von Pfarrer Bosch fällt eine große Kirchenrenovierung im Jahre 1884. Das Gestühl wurde mit neuer "Eichenholzfarbe" angestrichen. Kanzel und Orgel teilweise vergoldet, das Wandgetäfel weitgehend erneuert.
Die Kirche wurde nunmehr mit einem Ofen beheizt, dazu der alte Chor abgetrennt und eine neue Treppe zur Empore aufgeführt. Einen ausführlichen Bericht gibt Bosch im Anhang des Pfarrbuches von 1866

22.) EMIL FREY, 02.05.1889 – 1915
Nach dem Tode von Pfarrer Bosch übernahm zunächst Pfarrer Hahn von Ungstein die Dienstgeschäfte, später Pfarramtskandidat Gustav Hofer. Hofers Großvater Johann Philipp Hofer war Lehrer in Kallstadt gewesen (gest.18.5.1845). Sein Vater Philipp Rudolf Hofer war Pfarrer in Rothselberg, Battenberg und Odernheim am Glan gewesen (gest. 22.6.1919). Gustav Christian Hofer starb am 17.1.1951 in Einöd/Saar.
Am 2. Mai 1889 wurde Emil Frey zum Pfarrer von Kallstadt ernannt. Am 7. Juli 1889 führte ihn Dekan Johann Philipp Rettig aus Wachenheim in sein neues Amt ein. Emil Frey, Sohn des Pfarrers Heinrich Frey (1806-1843), war zuvor von 1867-1889 Pfarrer in Großbockenheim gewesen. Geboren wurde er am 12.12.1837 in Nußdorf, wo sein Vater Vikar gewesen ist. Seine Mutter war die Pfarrerstochter Friederike Charlotte gebe Schimpff. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Speyer von 1849 bis 1856 studierte Freyan den Universitäten in Heidelberg und Erlangen von 1856-1860. Er war Vikar in Wiesbach, Walsheim bei Landau, Reichenbach, Jettenbach und Lautersheim, zuletzt Vikar bei Pfarrer Lachmann in Nußdorf. Seine Ehefrau war Katharina Amalie Gümbel aus Landau. Sechs von 7 Kindern überlebten die erste Kindheit, die beiden jüngsten Kinder, Hermann und Frieda, wurden 1893 bzw. 1897 in Kallstadt konfirmiert. Zwei Anekdoten verbinden sich mit Pfarrer Frey: Als Pfarrer Frey 1889 mit seiner Familie nach Kallstadt zog, war es für die wohlhabenden Kallstadter ein besonderer Anblick, daß neben dem Wagen mit dem Hausrat ein paar Ziegen herliefen. Die gab es in Kallstadt im Gegensatz zu Großbockenheim nicht mehr.
Die andere Begebenheit überliefert uns der spätere erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuß. Als Kind war er um die Jahrhundertwende von Heilbronn aus in Kallstadt in Ferien gewesen, denn die Pfarrersfrau war mütterlicherseits seine Tante 2. Grades. Der Zusammenhalt der Familie Gümbel war sehr groß, und so ist Theodor Heuß viel in den Pfarrers- und Forsthäusern der Pfalz herumgekommen. Einer seiner Kallstadter Vettern wollte bei einem Besuch auf der Orgel üben, und Heuß versah die Hilfsdienste am Blasebalg, "da sprang er mit kecken Tasten zu einem schlagerartigen Gassenhauer, daß mir Angst wurde. Gaben die feierlichen Pfeifen auch solche Musik von sich? Hatte man die Lästerung durch Töne drüben im Pfarrhaus gehört? Würden die Bauern kommen und uns verprügeln? Es geschah nichts. Der Vetter, fünf Jahre älter, ein kräftiger, unbefangener Gesell, lachte über meine Besorgnis." (Heuß, Vorspiele des Lebens, 4. Auflage 1964, S. 128). Ein anderer Pfälzer Onkel, bei dem Heuß oft seine Sommerferien verbrachte, war "der Kirchenrat Dr. Karl Ludwig Gümbel in Speyer. Zu den Jugenderinnerungen des späteren Bundespräsidenten gehören die Einweihung der Speyerer Gedächtniskirche sowie die Öffnung der acht Kaisergräber im Dom (S. 129; 139). Seine Mutter hatte das gesamte Zinngeschirr der Familie für den Glockenguss der Gedächtniskirche gestiftet. Pfarrer Emil Frey zog am 1.5.1915 nach Landau in den Ruhestand. Er starb am 29.12.1917 infolge eines Schlaganfalles.

23.) EMIL KRIEGER, 05.09.1915-1924
Nach einem halben Jahr, in dem Pfarrer Theisinger von Freinsheim die Pfarrei Kallstadt versah, wurde Pfarrer Emil Krieger, zuvor Pfarrer in Wallhalben, die Pfarrei Kallstadt übertragen. Dekan Vogt aus Bad Dürkheim führte ihn am 7.11.1915 in sein neues Amt ein.
Emil Krieger wurde am 4.2.1870 in Haschbach bei Kusel als Sohn des Volksschullehrers Karl Krieger geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und des Gymnasiums in Kaiserslautern studierte er in München, Straßburg, Halle und Utrecht. 1893 bestand er das Erste fheologische Examen, konnte aber erst im Herbst 1895 in den Dienst der Landeskirche treten, weil so viele Kandidaten vorhanden waren. Seine Vikarsstationen waren Rechtenbach, Winden, Wachenheim, Erpolzheim, Morschheim, Ruchheim, Winnweiler, Speyerdorf und Dansenberg. 1905 wurde er Pfarrer in Herschberg, seit 1909 in Wallhalben. In erster Ehe war Pfarrer Krieger mit Johanna Jäger aus Kandel verheiratet. Dieser Ehe entstammt der spätere Kaiserslauterer Dekan Martin Krieger. In zweiter Ehe war Pfarrer Emil Krieger mit Elisabeth Purpus verheiratet. Sie war die Cousine seiner ersten Ehefrau, Tochter des Annweiler Notars August Purpus. Dieser Ehe entstammten drei Knaben; aus erster Ehe hatte Pfarrer Krieger vier Kinder, wovon eines früh verstorben ist. Vom 22.12.1924 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand war Emil Krieger Pfarrer in Nußdorf. Am 17.3.1954 starb er in Landau. In der Amtszeit von Pfarrer Krieger ging die Verwaltung des Pfarrgutes an die neu geschaffene Hauptverwaltung des Prot. Kirchenvermögens in Speyer über. Das Pfarrgut resultierte größtenteils aus Dotationen, die zur Besoldung des Pfarrers bestimmt waren. Mit dem Pfarrhaus waren z.B. Güter des Klosters Stephansfeld im Elsass verbunden. Im Jahre 1850 erbrachte die Pfarrei folgende Erträgnisse: Staatsgehalt 417 M 16, Pfarrwohnung 42 M 26, Ertrag des Pfarrgutes (4 10/16 ha) 411 M 66, Zinsen von Kapitalien 7 M 17, Geldbezüge von Gemeinden und Stiftungen 8 M 57, Zuschuss aus dem Substationsfonds 912M74; zusammen 1800 M im Jahr. Zur Zeit von Pfarrer Frey erhöhte sich die Gesamtsumme auf 2 400 M. Als letzter Pfarrer hat Pfarrer Frey das Pfarrgut noch selbst bewirtschaftet; die Verpachtung lag noch in seiner Regie. Die zentrale Verwaltung des Kirchengutes nach dem ersten Weltkrieg, bedeutete für den Pfarrer eine wesentliche Verwaltungsentlastung. Im Jahre 1955 führte Pfarrer Krebs 49 Grundstücke auf, die zusammen 4,2710 ha ergaben. Sie waren damals für DM 2.765,40 verpachtet. Die Fläche ist bis heute im Wesentlichen erhalten und trägt, wenn auch in geringerem Maße als früher, zur Sicherung des Pfarrgehaltes bei. Zu unterscheiden vom Pfarrgut ist der Eigenbesitz der Kirchengemeinde von wesentlich kleinerem Umfange.

24.) OTTO DEXHEIMER, 01.06.1925-1951
Mit Pfarrer Dexheimer und seiner Familie verbinden sich in Kallstadt noch viele Erinnerungen. Seine beiden Söhne Hans Otto und Walter wuchsen hier auf. So mancher Streich wird von ihnen erzählt, ob er sich nun im Pfarrhaus zugetragen hat (ein weggeworfener Schlüssel hinderte den Vater am Konfirmandenunterricht), oder ob die französische Besatzungsmacht provoziert wurde (ein Anschlag auf den Freinsheimer Bahnhof, auf den hin Bürger der umliegenden Gemeinden tage- und nächtelang an der Bahnlinie Wache schieben mußten).
Pfarrer Otto Dexheimer, geboren am 14.9.1885 in Kirchheimbolanden, war Sohn des Lehrers Friedrich Dexheimer und seiner Ehefrau Margarethe Münch. Nach dem Besuch der bayerischen Eliteschule St. Anna in Augsburg studierte er von 1909 bis 1913 in Erlangen, München und Marburg. Von 1914 bis 1918 nahm er am I. Weltkrieg teil. Nach dem Kriege wurde er Vikar in Kirchheimbolanden, Albisheim, Kandel und Dansenberg. Am 1.7.1921 wurde er Pfarrer in Gaugrehweiler, kurz darauf heiratete er am 2.9.1921 in Brebach/Saar Marie Steil, Tochter des Kaufmanns Ludwig Steil und seiner Ehefrau Amalie geb. Häusser. Als Offizier mußte er von 1939 bis 1941 seinen Pfarrdienst in Kallstadt unterbrechen. Ein wichtiges Verdienst Dexheimers war die Wiederbeschaffung der Glocken im Jahre 1949. Im Jahre 1951 ging er in den Ruhestand. Er ließ sich in Bad Dürkheim nieder. Nach dem Tode seiner Frau lebte er zuletzt bei seinem älteren Sohn in Gosheim/ Württemberg, wo er am 24.11.1979 im hohen Alter von 94 Jahren gestorben ist.

25.) WALTER KREBS, 01.12.1951 -1956
Am 16.5.1891 wurde in Altleiningen der Pfarrerssohn Walter Krebs geboren. Die Eltern waren Andreas Krebs und Berta Ruppenthal, gebürtig aus Homburg. In Haardt ging Walter Krebs zur Volksschule, später ins Neustadter Gymnasium. Drei Semester lang studierte er Theologie in Straßburg, fünf in Jena (1910-1914). Am 1.8.1914 sollte er seine Aufnahmeprüfung für den Dienst in der Landeskirche absolvieren, da mußte er wegen des Kriegsausbruches zum Militär einrücken. Bei den Kämpfen in den Hochvogesen erlitt er schwere Verletzungen. 1915 konnte er die Aufnahmeprüfung nachholen. In der Brussilow-Offensive erlitt er eine weitere Versetzung. Ende Oktober 1918 wurde er als Oberleutnant entlassen. Schon am 1.12.1918 war er Vikar in Neustadt und am 14.3.1919 Pfarrer in Winterbach. bei Zweibrücken. 1926 kam er nach Zell und 1933 nach Eisenberg. In Kallstadt war er vom 1.12.1951 bis 31.12.1956 Pfarrer. Seine Ehefrau Elfriede geb. Quast aus Straßburg hatte er 1915 geheiratet.
Pfarrer Krebs starb am 29.4.1958 in Neustadt. In den letzten Jahren seines Dienstes hatte er verschiedene übergemeindliche Aufgaben wahrgenommen. 1951 wurde er Vorstand des Pfälz.Hauptvereins der Ostasienmission. Vor dem Kriege war er Mitarbeiter des Kirchenblattes "Die Union". Pfarrer Krebs war auch Vorstandsmitglied des Vereins für Pfälzische Kirchengeschichte.
Nach dem Weggang von Pfarrer Krebs verkaufte das Presbyterium das alte Pfarrhaus gegenüber der Kirche. Im ehemaligen Pfarrgarten an der Leistadter Straße wurde bis 1960 ein Neubau errichtet. Den Dienst in der Gemeinde versahen bis 1960 Pfarrer Karl Appel aus Ungstein, und vom 16.9.1957 bis 30.3.1958 Bernhard Sand als Pfarrverweser. Nach verschiedenen Verwendungen war Pfarrer Sand von 1962 bis 1979 Studienrat am altsprachlichen Gymnasium in Ludwigshafen.

26.) HEINRICH GEORG KÖLSCH, 01.04.1960 -1968
In den knapp acht Jahren seines Dienstes in Kallstadt konnte unter der Leitung von Pfarrer Kölsch die Kirche grundlegend renoviert werden. Mit der Restaurierung der Orgel im Jahre 1965 gewann Kallstadt einen besonderen Platz in der Kirchenmusik; die nun einsetzenden Orgelkonzerte besitzen bis heute Zulauf aus nah und fern. Die Kallstadter Orgel hat für die weitere Umgebung eine gewisse Vorreiterrolle in der Kirchenmusik übernommen zu einer Zeit, als Orgelkonzerte in Dorfkirchen höchst ungewöhnlich waren.
Pfarrer Kölsch wurde 1927 in Pirmasens als Sohn des Schuhfabrikanten Theodor Kölsch und Frieda geb. Dimer geboren. Nach Kriegsdienst und Studium von 1948-1952 in Frankfurt/Main, Heidelberg und Tübingen und dem Vikariat in Ludwigshafen war Pfarrer Kölsch Pfarrer in Carlsberg (1956-1959) und ein Jahr Studienrat am naturwissenschaftlichen Gymnasium in Kaiserslautern. Er erhielt am 1.4.1960 die Pfarrei Kallstadt, bis er am 1.3.1968 eine Pfarrstelle an St. Pauli in Bremen übernahm, die er heute noch innehat (1987).
Dem Pfarrersehepaar Heinrich Georg Kölsch und Christa geb. Volk wurden vier Töchter geboren; eine Tochter verstarb 1986.
27.) GOTTHART PFISTERER, 1968 -1980
In die Amtszeit von Pfarrer Gotthart Pfisterer fällt der Ankauf des Gemeinderaumes im Jahre 1975 sowie die Außenrenovierung der Kirche im Jahre 1980. Der Neuanstrich der Kirche wurde in einem Zuge mit der Außenrenovierung des Turmes und der Neueindeckung des Daches mit Schieferplatten durchgeführt.
Eine wichtige Veränderung im Umfang der Pfarrei trat am 1. Oktober 1977 in Kraft. Damals wurde die Pfarrei Erpolzheim aufgelöst und mit der Pfarrei Kallstadt zusammengelegt. Dienstsitz des erweiterten Pfarramtes ist Kallstadt.
Gotthart Pfisterer, geboren 1932 in Königschaffhausen, studierte von 1953 bis 1957 in Bethel, Tübingen und Heidelberg. Er verwaltete von 1958 an die Pfarrei Alsenbrück, ab 1960 die Pfarrei Heimkirchen. 1963-1968 war er Inhaber der Pfarrstelle Heimkirchen. 1960 verheiratete er sich mit Reinhilde geb. Huy. Vom 1.7.1968 bis 1.5.1980 hatte er die Prot. Pfarrei Kallstadt inne. Am 1.5.1980 Übernahm er das neugebildete Pfarramt beim Krankenhaus in Bad Dürkheim. Bis zum 28.2.1981 versah er zusammen mit Pfarrer Aribert Jentzsch aus Ungstein die Pfarrei im Nebenamt.
Das Pfarrersehepaar Pfisterer hat vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter.
28.) FRIEDHELM HANS, 01.03.1981 -1987
Nach seinem Studium in Wuppertal und Heidelberg und dem Vikariat in Homburg und Speyer wurde Friedhelm Hans 1981 Verwalter, ab 1982 Inhaber der Pfarrstelle Kallstadt. Pfarrer Hans wurde 1955 in Kaiserslautern geboren. Seine Eltern sind der Pfarrer Walter Hans und die Lehrerin Eleonore gebe Metzger. Seit 1981 ist Pfarrer Hans mit Christiane geb. Kron verheiratet, Tochter des Kirchenpräsidenten Heinrich Kron und Helgard geb. Klink.
Nach einer erneut erforderlich gewordenen Instandsetzung der historischen Geib-Orgel im Jahre 1987 übernahm Pfarrer Hans ab dem 1.7.1987 die Pfarrstelle I Bad Bergzabern.
Mit Pfarrer Hans verbindet die Gemeinde heute noch besondere Erinnerungen. Da er sowohl durch sein soziales Engagement als auch durch sein geschichtsbewusstes Interesse der Gemeinde viel hinterlies, so z.B. verfasste er 1987 sein Buch „Die protestantische St. Salvator-Kirche zu Kallstadt und ihre Orgel“, mehrere Exkursionen, besonders zu erwähnen die Gemeindefahrt zu den historischen Kathedralen von Chartres und Reims sowie der Besuch des Schosses und Gartens zu Versailles und Reims.
29.) GERHARD SCHNÄDELBACH, 1987 -1991
Nach einer Vertretung von zwei Monaten Dauer durch Pfarrer Georg Welker aus Herxheim/Berg ernannte die Prot. Kirchenregierung der Pfalz mit Wirkung vom 1. September 1987 Pfarrer Gerhard Schnädelbach zum neuen Inhaber der Pfarrstelle Kallstadt. Pfarrer Schnädelbach, Jahrgang 1939, war zuvor seit 1972 in Lachen-Speyerdorf tätig.
30.) ULLA HOFFMANN, 1992-2004
1992 zunächst Pfarrstellenteilung mit Christian Hofmann
jetzt Dekanin des Dekanats Bad Dürkheim
31.) OLIVER HERZOG, 2005 seit 1.März
Quellen:
Biundo, Georg „Die evangelischen Geistlichen der Pfalz seit der Reformation“ 1968
Freund, Christian „Kallstadt in alten Ansichten“
Hans, Friedhelm „Die protestantische St.Salvator-Kirche zu Kallstadt und ihre Orgel
Verbandsgemeindearchiv Freinsheim „Luth.Kirchenbücher der Pfarrei Kallstadt von 1656-1798
Frdl.Auskunft von Pfarrer Oliver Herzog, Kallstadt